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Buchvorstellung "EDRE: Agathor und die Rebellen"
Geschrieben von  Mandy Schur Mandy Schur Geschrieben,  28-01-2018 12:00 28-01-2018 12:00 275  Gelesen 275 Gelesen
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"EDRE: Agathor und die Rebellen" Band 1 der esoterischen Science-Fiction-Trilogie von Nemen Cordon.



Replikant Agathor erwacht.
Auftrag: die Rebellengruppe Ghost vernichten
Stärke: durch tierische DNA verschärfte Sinne und Kräfte
Schwäche: Zweifel an seiner Identität
Chance: die Zuneigung zur Magierin Maya
Gefahr: mächtige Begierden

Die Bevölkerung ist unterteilt in Ober- und Unterschicht. Einige wenige genetisch verbessert, gesund, beinahe unsterblich, leben im Wohlstand und Luxus. Die Mehrzahl degeneriert, krank, kriminell. Sie alle werden kontrolliert von dem alten Herrschergeschlecht der MAR.
Als ein magisches Siegel das Tor in eine Zwischenwelt öffnet, entsteht eine alternative Welt: Edre.
Die »Ghosts«, eine Rebellengruppe der Oberschicht, ist entschlossen der Kontrolle durch die MAR zu entgehen.
Sie besiedeln Edre und finden neue Verbündete.
Der Kampf um die Freiheit beginnt ...


Auftakt der Edre-Trilogie: einem magischen Sci-Fi-Abenteuer, voller unerwarteter Wendungen & tödlicher Überraschungen.



Leseprobe:



Er rannte so schnell er konnte. Weg, nur schnell weg, schrie es in seinem Kopf. Seine Augen suchten verzweifelt einen Weg über den Boden. Er spürte die Glätte des Untergrundes, rutschte, beinahe wäre er gefallen. Sein Herz raste, hämmerte wie wild in seiner Brust, er hatte Angst. Todesangst. Adrenalin schoß durch seine Adern, die Verzweiflung schärfte seine Sinne.
Wo war er bloß? Grelles Licht leuchtete überall von der Decke herab und blendete ihn. Dann schien das Licht in Bewegung zu kommen und nahm die Verfolgung auf. Schreie machten ihn panisch. Wände, überall Wände, nichts als Wände!
»Haltet ihn!«
Der plötzliche laute Ruf ließ ihn straucheln. Dann spürte er die eiskalte Luft hinter sich, die sich verdichtete, ein Vakuum erzeugte und ihn so am Rücken festhielt. Seine Haut war zum Bersten gespannt und tat höllisch weh. Es fühlte sich an, als würden sich abertausende kleine spitze Stiche in sein Fleisch bohren. Er konnte nicht mehr weiter, sackte zusammen und schrie. Die Empfindung, als würde man ihm bei lebendigem Leib die Haut abziehen, lähmte seine Gedanken. Er krümmte sich wie ein Wurm.
Maskierte in weißen Kitteln rannten auf ihn zu. Sie griffen nach seinen Armen und zogen ihn hoch.
Der Schmerz verließ ihn schlagartig.
Zwei Männern schleiften ihn fort und setzten ihn auf einen Stuhl aus Metall, Kälte fuhr in sein Becken. An der Decke glänzte ein großer Spiegel. Jetzt sah er sich selbst und stellte fest, dass er nackt war. Blaue, fast stählerne Augen, kurzes gewelltes braunes Haar, markante Gesichtszüge. War er das? Gedanken liefen hilflos im Kreis, resignierend stellte er fest, dass er es nicht wusste.
Er spürte eine klebrige Flüssigkeit an seinem Körper, sie roch nach Äther.
Wo war er bloß? Verdammt nochmal! Er hatte nicht die geringste Ahnung, was das alles hier sollte.
Der Versuch, erneut vom Stuhl aufzuspringen, scheiterte daran, dass er sofort zurückgezogen wurde. Dieser Sog auf seinem Rücken, Armen und Beinen, fixierte ihn an dem Stuhl. Er fühlte sich schwach und verletzlich. Als er nicht mehr gegen diese unsichtbare Fesselung ankämpfte, merkte er, dass er nahezu das Gefühl hatte, frei und beweglich darauf sitzen zu können.
Jetzt erst sah er sich um. Auf einigen Tischen entdeckte er Reagenzgläser mit unterschiedlich gefärbten Flüssigkeiten. Menschen in weißen Schutzanzügen standen davor und murmelten.
Einer von ihnen trat an ihn heran und sah ihm direkt in die Augen. »Da wollte wohl wieder einer abhauen. Aber wie man sieht, gelingt das keinem von euch. Aber keine Angst, du wirst dich bald beruhigen«, sagte er nahezu freundlich und spritzte ihm eine blaue Flüssigkeit unter die Haut in den rechten Unterarm. Außer einer kleinen Wölbung war nichts zu sehen.
Er spürte, wie diese Substanz kühlend durch seine Adern wanderte. Die Kraft kehrte zurück, er hatte keine Schmerzen mehr, alle Ängste waren verflogen. Eindrücke tauchten vor seinem geistigen Auge auf. Kurze prägnante Bilder. Erinnerungsfragmente. Er sah, wie er durch den Dschungel lief und schwere Waffen trug. Er kämpfte und tötete den Feind. Es gab immer einen Feind. Viele seiner Kameraden starben in seiner Nähe, alle waren sie Soldaten. Jetzt wusste er es, sein Name war Agathor, 25 Jahre, Spezialeinheit der Mar.
Mit ruhigem klaren Blick sah er dem Mann neben sich in die Augen. Er erkannte ihn. Ja er wusste, er, Agathor war einer von ihnen. Er war ihr Soldat, ihr Killer.
Dr. Frederick Seth zog sich die Schutzkappe vom Kopf. »Agathor wurde erfolgreich gebrieft.«

Die Apparatur sah ganz schlicht aus und wirkte sehr einfach zu bedienen. In sich selbst war sie jedoch äußerst komplex gestaltet, jahrzehntelange Forschung war ihrer Entwicklung vorausgegangen. Jetzt war es soweit. Schon lange erzeugte sie im Geheimen mit tierischer DNA verbesserte menschliche Klone, sogenannte Replikate. Dr. Frederick Seth war maßgeblich an ihrer Erfindung und Entwicklung beteiligt gewesen.
Seth trat vor das Schaltpult und drehte an einem Knopf, um einen Klon aus der Soldatenreihe noch mit den modifizierten Genen zu versehen. Das richtige Verhältnis von vererbter und künstlicher DNA verlangte sein ganzes Fingerspitzengefühl, danach machte er sich daran die Arbeiterklasse zu perfektionieren.
Er fischte sich eine Frau heraus und tippte die erforderlichen Formeln ein, um aus ihr eine fleißige und genaue Näherin zu formen. Danach verband er einige dutzend Klone mit der besagten Näherin. Gemeinsam bildeten sie ein Kollektiv, das ganz einfach zu kontrollieren war.
Frederick Seth lächelte in sich hinein, als er sich bei dem Gedanken an seine ersten Versuche in der Manipulationsforschung ertappte. In seinen jungen Jahren stand die Robotertechnologie noch hoch im Kurs. Bald musste man jedoch zur Kenntnis nehmen, dass eine Maschine nur das auszuführen imstande war, was der Mensch an Daten einspeiste. Zwar konnte der Roboter alle möglichen Fähigkeiten kombinieren oder logische Schlussfolgerungen ziehen, aber letztlich blieb er eine Ansammlung von Zahlen. Würde wider Erwarten der Umstand eintreten, dass eine Maschine selbstständig denken könnte, wären die Folgen für die Menschheit nicht absehbar. Sie könnten sich über die Menschen erheben und ihrerseits alles Lebendige kontrollieren wollen. Das hatte Frederick schon damals erkannt und sich stattdessen der Gentechnologie zugewandt. Diese schien um einiges vielversprechender zu sein, gab sie ihm doch selbst die Macht über das menschliche Sein.
Seth atmete tief ein, dann wandte er sich an die Replikate mit erhöhter Intelligenz. Diese liebte er besonders, war er doch in seinem Genie gefordert, herausragende Persönlichkeiten aller Wissenschaften zu formen.
Manchmal überkam es ihn jedoch einfach und er experimentierte mit den menschlichen Schwächen seiner Laborobjekte. Ihre Entwicklung und dann ihr Scheitern zu beobachten, bereitete ihm Vergnügen.

Der Geruch von Räucherwerk lag in der Luft. Der Raum war leicht abgedunkelt, in der Mitte des Zimmers stand am Boden eine weiße Kerze.
Ein Mann mit dunklen schulterlangen Haaren saß im Schneidersitz davor und sang ein Mantra, dass er von seiner Schamanin Grandmother bekommen hatte. Er fühlte, dass er es geschafft hatte. Für einen Moment lang fand er Stille und Frieden in seinem Herzen. Eine Träne lief ihm über die Wange, welche von seinem kurzen grau melierten Bart aufgefangen wurde. Er bereitete sich vor. Nur noch einige Meditationen und dann würde er in die nächste Bewusstseinsstufe aufsteigen. Er würde frei sein von seinen Begierden, Ängsten und Schmerzen. Frei von dem Streben nach Anerkennung und Selbstbehauptung, denn er wusste, er müsste nichts tun, um zu sein. Er würde geliebt werden. Um seinetwillen.
Er wusste, dass alles Negative, was ihm im Außen stören würde, mit ihm selbst zu tun hätte. Mit seinem unerlösten Schatten den er auf seine Umwelt warf.
Nein, er war schon so weit gekommen. Er hatte ein Ziel, nichts weniger als die Erleuchtung.
Wenn er erleuchtet wäre, so meinte er, würde ihm keiner mehr etwas vormachen können. Er wäre erfüllt von der allumfassenden Wahrheit und Liebe. Er würde die absolute Ruhe in sich finden, alle Erklärungen für das Unerklärliche und Unfassbare würden zu einem Zentrum zusammenlaufen, er bräuchte dann nur noch danach zu greifen. Er würde erkennen, wissen, was richtig oder falsch sei, die Ursache allen Seins begreifen. Ja, wenn er dann überhaupt noch das Bedürfnis hätte, danach zu greifen, etwas erhalten oder bewahren zu wollen, was ohnehin nur eine Projektion seiner selbst auf die Außenwelt gewesen war. Diese sentimentalen Gedanken ließen ihn rührselig werden.
Er sah auf die Kerze vor sich und konzentrierte sich.
Sich sammeln, mit der Kraft der Gedanken, letztlich Gedankenstille erreichen, indem man ihr Kommen und gehen bewusst aber lapidar beobachtete. Loslassen, an nichts mehr denken für einen kurzen Moment, das konnte er schon. Er trieb dahin, in dunkler Farbe, die in sich ruhig und weit war wie das All.
Die Finsternis gab seinen verletzten Gefühlen Geborgenheit, verbarg in sich, was Johannes nicht wahrhaben wollte.
Er atmete ein, er atmete aus, ganz bewusst.
Ein starkes Wohlgefühl machte sich in ihm breit. Die Pforte zum vollen Bewusstsein schien zum Greifen nahe, es war so weit.
Er blickte geradeaus in die Kerze. Ihr Licht flackerte empor und ließ Umrisse im Zimmer erkennen.
Dann sah er sie an, seine geliebte Frau Elia, die ihm gegenüber saß.
Beide hatten ihre Aufmerksamkeit ins Licht gerichtet. Konzentrierten sich liebevoll auf das zarte Flackern in ihrer Mitte. So lange, bis sich ihre beiden Herzen zu verbinden schienen.
Die Pilgrims wollten bereit sein, wenn ihre Führerin Grandmother ihre große Ansprache halten würde. Sie war endlich zu ihnen in die Stadt gekommen, um ihre Anhänger in eine neue Welt zu führen. In eine Welt des inneren Friedens, der Heilung und Verbundenheit.
Johannes und Elia Pilgrim hatten zu viel investiert, um jetzt nicht weiterzumachen. Beinahe täglich führten sie die angegebenen Meditationen und Verbindungsrituale durch. Bald, so waren sie sich sicher, würden sie dafür belohnt werden. Grandmother würde ihnen den Schmerz nehmen, der sie seit vielen Monaten begleitete.

»Ich grüße dich Wiedergeborener.« Dr. Frederick Seth legte seinen Arm um Agathors Schultern. »Geht es dir besser? Ich weiß, die ersten Stunden nach der Geburt sind leider emotional immer sehr chaotisch.«
Agathor starrte ihn an.
Dr. Seth ging um ihn herum und musterte ihn von allen Seiten. Agathors Blick verriet nichts. Keine Gedanken, keine Gefühlsäußerung war an ihm sichtbar. Er wirkte ruhig und gefasst. Es schien, als wäre die vorangegangene Aufregung ausgelöscht.
»Darf ich mal?« Ohne eine Antwort abzuwarten, untersuchte Dr. Seth seinen Kopf. Er schien nicht verletzt zu sein. »Noch einmal alles gut gegangen«, stellte Dr. Seth erleichtert fest.
Immerhin kostete die Herstellung eines Soldaten aus der GAT-Einheit - Genius Automatik Terminator - ein Vermögen. Diese Spezialeinheit wurde mithilfe von DNA-Erweiterungen optimiert. Neben der gesteigerten Muskelkraft und Schnelligkeit wurden alle Sinne um 50 % verbessert. Fähigkeiten, die gebraucht wurden um die raffinierten Ghosts, eine Rebellengruppe, die sich gegen die Herrschaft der Mar stellte, aufzuspüren und auszulöschen.
Keiner wusste genau, wo sich die Rebellen versteckt hielten. Ihr Anführer Prof. Ernest Wendelin konnte immer mehr Menschen dazu bewegen, sich ihnen anzuschließen. Dies musste um jeden Preis unterbunden werden. So hatte er, Dr. Seth die Aufgabe bekommen, die GAT-Einheit zu schaffen. Eine kleine Gruppe von absolut gehorsamen Soldaten, die im Geheimen operierte, ausgerüstet mit den neuesten nanotechnologischen Waffen und zu absolutem Gehorsam programmiert. Dafür sorgte der implantierte Chip im limbischen System des Gehirns. Agathor war die neueste Version dieser Einheit.
Seth drückte auf einen Knopf. »Du kannst dich jetzt frei bewegen Agathor.«
Er beobachtete, wie Agathor seine Arme musterte, die stählern wirkten. Dann stand er auf und schien bereit für die Einkleidung. Eine hautfarbene Rüstung, so gut wie unsichtbar, war mit hochsensiblen Sensoren ausgestattet, welche alle seine Körperfunktionen messen konnte. Zusätzlich unterstützte diese Bekleidung alle lebenserhaltenden Funktionen. Erwärmung bei Abfall der Körpertemperatur und natürlich auch Kühlung bei Überhitzung. Der ganze Körper einschließlich des Gesichts konnte mit dieser künstlichen Haut überzogen werden.
»Bist du soweit?« Dr. Seth zupfte noch an einigen Stellen seines Anzug’s herum. »Wie lautet dein Auftrag?«
Agathor blickte ihm starr in die Augen. »Finde die Rebellen. Vernichte sie.«
»Sehr gut mein Junge.« Dr. Seth war zufrieden. »Jetzt geh, nimm deine Waffen und mach mich stolz«, sagte er und gab ihm einen sanften Stoß auf den Oberarm.
Agathor nickte folgsam und drehte sich zum Waffenschrank. Er schnappte sich die verspiegelte Sonnenbrille, die mit seinem Interface - einem holografischen Kommunikationsgerät - verbunden war und ihm die Anweisungen direkt über den Seenerv lieferte. Sie passte wie angegossen. Dann griff er nach den Waffen.
Abschließend salutierte er vor Dr. Seth und verließ ohne zu zögern das Labor.

Johannes schlug die Tür des Autos zu. Seine Gesichtszüge wirkten verhalten, als er sie diebstahlsicher verriegelte.
»Du wirst sehen, es wird bald alles besser werden«, sagte er zu Elia.
Sie waren von ihrem Landhaus, das in einem der luxuriösen Vororte lag, in das Zentrum der Stadt gefahren. Wenn es nicht unbedingt nötig war, fuhren sie nie in das Stadtinnere. Die vielen Leute, der Lärm und der Gestank von Armut, der zäh wie Teer durch die dicht besiedelten Gassen kroch, erzeugte in Johannes nichts als Abscheu. Die Neonreklame, die von den Hochhäusern herunterleuchtete, konnte den Verfall der einstigen Metropole nicht kaschieren.

Johannes holte tief Luft und versuchte die negativen Gefühle auszuatmen. Seit sie sich der Esoterik zugewandt hatten, versuchten sie, negative Schwingungen zu vermeiden oder zu transformieren, indem sie sich eine Lichtsäule vorstellten, die sie von allem Unrat reinigen würde. Sie konzentrierten sich in erster Linie auf das, was ihrem Seelenheil dienlich war. Der neue Pfad, den sie gewählt hatten, führte sie fort vom Kaufzwang, dem Arbeitsstress, der Überschätzung des materiellen Reichtums. Statt dessen war es ihnen nun wichtig, sich innerlich abzuklären und sich mit allen Wesen auf der Welt verbunden zu fühlen. Eins zu sein, Mitgefühl zu entwickeln, Friede, ja Friede mit allen, mit sich und der Welt, darauf kam es jetzt an.
Johannes presste seine Lippen aufeinander, als er Elia mit sich durch die verdreckten Straßen zog. Er gestand es sich nur ungern ein, dass er keinen Gleichklang mit sich und den Menschen in der Stadt verspüren konnte.
Elia sah ihn erwartungsvoll von der Seite an. »Da vorne ist es.«
Johannes hatte gar nicht bemerkt, dass sie schon mitten in der Stadt waren, so versunken war er in seinen Gedanken.
Eine kleine Anzahl von Leuten bewegte sich mit ihnen. Nach einiger Zeit bildete sich ein Keil, der die Menschen immer dichter zusammendrängte. Die beiden hatten Mühe vorwärtszukommen, sie lächelten aber, weil sie wussten, dass sie bald am Ziel wären. Dann, einige hundert Meter weiter vor sich, sahen sie das Podium. Grandmother, die Schamanin, welche die spirituellen Weisheitslehren ganzer Völker in sich vereinte, hier würden sie sie endlich sprechen hören.
»Komm, wir gehen noch etwas näher«, schlug Elia vor und zog ihren Mann durch die Menge weiter hin zur Tribüne.
Einige Meter davor blieben sie stehen. Johannes küsste Elia auf die Stirn und umarmte sie.
Lange konnte es nicht mehr dauern und die Führerin ihrer Herzen und Seelen würde erscheinen, ihnen den Weg weisen und sie befreien von allen Ängsten, Zweifeln und Schmerz.
Grandmother wird sie heilen. Grandmother wird sie erlösen.

Das Fenster war verschmiert. Alles deutete darauf hin, dass dieses Haus schon lange verlassen war. Warum war es nicht schon längst abgerissen worden? Gerade aus diesem Grund bot es Agathor jetzt einen idealen Unterschlupf für sein geplantes Attentat. Er beobachtete die Menschenmenge, die sich unten auf der Straße verdichtete.
Viele waren gekommen, nur um sie zu sehen. Zu viele. Es würde nicht einfach werden, die Zielperson vor sein Rohr zu bekommen. Seine Instruktionen waren klar und deutlich. Die Brille spielte ihm die Details der Zielperson über den Sehnerv ein. Agathor suchte gelassen die Menge ab. Dann fuhr er langsam mit seinem Gewehr über die Köpfe der Zuschauer hinweg, bis zu der Tribüne. Plötzlich Jubelschreie.



Lesermeinungen:


"Das Parallelwelten erschaffen werden oder ganze Universen ist ja nix Neues.
Das auf der Erde eine neue Rangordnung hergestellt wurde auch nicht.
Aber was hier geschaffen wurde ist doch irgendwie Neu und genial.
Science Fiction gepaart mit Magie und Wissenschaft, inklusive Spannung.
Nicht einfach so daher erzählt, sondern spannend geschrieben." (Mein_Lesefieber)


Ein Science Fiction-Roman, der sich eines esoterischen oder gar spirituellen Touches bedient? Sehr originell und mal etwas Neues!
Liebhaber der klassischen Space-Opera werden wohl nicht so auf ihre Kosten kommen. Dagegen können sich die Fans von Gesellschaftskritik - zwischen den Zeilen - und menschlichen Abgründen freuen (Dr. Seth ist ja ein irrer Kauz). Dazu halten die raschen Perspektivwechsel die Spannung hoch. Mich hat dieses Buch total begeistert und ich erwarte Teil 2 sehnsüchtig!


Die Geschichte beginnt ohne Vorgeplänkel und zieht einen gleich mit hinein ins Geschehen.
Der Schreibstil ist flüssig und ansprechend und die Charaktere haben ihren eigenen Kopf, so dass sich der Leser ein Bild von ihnen machen kann.
"Edre" verbindet Wissenschaft und Magie auf eine sehr interessante Art und Weise und hebt sich deswegen auf jeden Fall schon mal vom Main Stream ab und ist keine 08/15 Geschichte nach Schema F.



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