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Buchvorstellung "Limitless - Außer Kontrolle"
Geschrieben von  Mandy Schur Mandy Schur Geschrieben,  06-01-2018 12:00 06-01-2018 12:00 25  Gelesen 25 Gelesen
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"Limitless – Außer Kontrolle" Ein erotischer Liebesroman von Kate Franklin.



Catrina – Ich habe etwas gesehen. Etwas, das nicht für meine Augen bestimmt war. Und doch hat es mich mitgerissen. Genauso wie dieser Mann … Tiefer und tiefer versinke ich in einem Strudel aus Macht und Lust und setze damit nicht nur meinen Job aufs Spiel, sondern auch mein Herz.

Andrew – Ginge es nach meinem Vater, sollte ich dieses Lifestyle-Magazin übernehmen. Doch ich habe anderes im Sinn. Wäre da nicht diese kleine Redakteurin, die mich so über die Maßen fasziniert und die ich besitzen muss. Koste es, was es wolle.

Macht und Lust, Kontrolle und Vertrauen … Liebe … – wenn Gefühle außer Kontrolle geraten …



Leseprobe:



Catrina

»Kann das nicht irgendein Kurierdienst übernehmen?«, maulte ich lautstark, während ich in die grinsenden Gesichter meiner Kollegen schaute. Für jeden Kleinscheiß wurden solche Dienstleister in Anspruch genommen. Aber wenn es darum ging, die Rohfassung der nächsten Ausgabe des Hochglanzmagazins zur Vampirlady zu bringen, war das natürlich unmöglich. Kein Kurierdienst unseres Sonnensystems war vertrauenswürdig genug, um diese Aufgabe zu übernehmen. Schon ein paar Mal hatte ich das gemacht - schließlich war nichts dabei, Estelle das Manuskript in den heimischen Flur zu werfen - aber heute hatte ich schlichtweg keine Lust. Die Woche war stressig, weil der Redaktionsschluss – wie immer – ganz plötzlich kam und alle mit ihren Artikeln hektisch herumwedelten.
»Mann, Cicky, jetzt mach doch nicht so einen Wind deswegen. Fahr dahin, wirf das Skript in den Briefkasten und fertig.« Na prima. George, der überkorrekte George, nahm mir mal eben den Wind aus den Segeln. Blödmann, während der Rest der Belegschaft ein erschrocken empörtes »In den Briefkasten?« hören ließ.
»Mach’s doch selber, wenn du so scharf drauf bist, Georgie«, blaffte ich ihn an, wohlwissend, dass er es hasste, wenn ich ihn so nannte. Gleich darauf erntete ich strafende Blicke von Serena, die Kollegin und Freundin zugleich war. »Er hat recht, Cicky. Du bist dran.«
Einmal im Monat verbrachten wir Stunden damit, uns gegenseitig den schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben und auch wenn die Erkenntnis schmerzte – und sie schmerzte höllisch - musste ich mir eingestehen, dass sie recht hatten. Bei den letzten Ausgaben hatte ich mich gedrückt, mit Erfolg irgendwelche Ausreden erfunden, warum ich den unbequemsten Job des Universums nicht übernehmen konnte.
»Hört mit dem Cicky-Mist auf!«, grummelte ich und gab mich mit erhobenen Händen geschlagen. »Ich mach’s ja. Skript bis achtzehn Uhr auf meinen Tisch.« Den Rest maulte ich leise vor mich hin, damit sie nicht hörten, dass ich sie eine »feige Bande« schimpfte.
Georg, Serena und der Rest der Mannschaft nickten und machten sich wieder an die Arbeit, während ich versuchte, mich seelisch und moralisch auf meinen Auftrag vorzubereiten. Mir blieben noch exakt drei Stunden.
Man konnte es damit vergleichen, einen Ring in einen feuerspeienden Vulkan zu werfen. Denn es war verdammt gefährlich und hielt man sich nicht an die Regeln, wurde man in die glühende Lava geschubst. Es wäre nicht das erste Mal, dass jemand seinen Job verlor, der – obwohl er fantastische Arbeit geleistet hatte – Estelle Harpers Prinzipien verletzte. Und diese Prinzipien waren klar definiert – man betrat ihren privaten Bereich, ihr Haus und damit ihr strikt sortiertes Leben, in dem nichts außerhalb der Reihe zu passieren hatte. Einmal hatte einer der Praktikanten, deren Verschleiß wahnsinnig hoch war, das Skript auf eine der Kommoden gelegt, anstatt es, wie von Estelle vorgeschrieben, auf dem Fußboden mitten im Flur zu drapieren. Er konnte am nächsten Tag direkt seine Sachen packen und sich einen neuen Praktikumsplatz suchen.
Estelle Harper duldete generell keine Fehler und so waren wir seit jeher eigentlich mehr damit beschäftigt, diese zu beseitigen, bevor sie es mitbekam. Was dazu führte, dass wir uns alle mehr oder weniger gegenseitig in der Hand hatten, denn jeder von uns hatte schon einmal auf die eine oder andere Weise Mist gebaut.
Es war kurz vor sechs, als das Manuskript der nächsten Ausgabe auf meinem Schreibtisch landete. Mir blieben noch gut zwanzig Minuten bis das Taxi da sein würde, die ich damit verbrachte, meine Sachen zusammenzusuchen. Auf dem Weg zum Fahrstuhl bog ich zu Estelles Büro ab, das abgeschottet von allen anderen hinter einem riesigen Empfangsbereich, in dem gut und gern zwei fünfköpfige Familien unterkommen könnten, lag. Danny, ihr schwuler Assistent, verwahrte den Schlüssel, den er wie den Heiligen Gral bewachte. »Catrina, Schatz«, begrüßte er mich überschwänglich und warf mir schon von weitem mehrere Bussis über die Schulter. Er war süß, wirklich. Wenn ich es mir recht überlegte, sah er sogar gut aus. Also ganz passabel. Irgendwie. Aber er war an Frauen so wenig interessiert wie ich an Football. Also gar nicht. »Bist du heute dran, die Höhle der Löwin zu entern?«, grinste er fast mädchenhaft hinter vorgehaltener Hand.
»Hm«, brummte ich und streckte die Hand aus, was ihn eine Schublade öffnen ließ. Mit einem theatralischen Augenaufschlag überreichte er mir zeremoniell den Schlüssel zu Estelles Haus. »Morgen früh Punkt Acht liegt der wieder hier«, flüsterte er geheimnisvoll, als ginge es um den großen Schatz, den Indiana Jones gerade geborgen hatte.
»Ja ja, Danny«, lachte ich. Seine Art, sich in die kleinsten Aufgaben reinzusteigern, amüsierte mich.
»Um Acht, Catrina. Ich verlass mich auf dich! Du kennst die Regeln?«, piepste er.
»Ich mach das nicht zum ersten Mal. Bis morgen«, trällerte ich und verließ das Bürogebäude, vor dem das Taxi bereits wartete.
Mir blieben noch ein paar Minuten, bis ich um Punkt Sieben die Tür aufschließen konnte, um das Manuskript in den Flur zu legen. Wie bescheuert, ging mir durch den Kopf, als ich ehrfürchtig vor dem alten Townhouse stand. Estelle wohnte, wie konnte es anders sein, am Lake Shore Drive, einer der renommiertesten Gegenden in Chicago. Ich machte mir gar nicht erst die Mühe, darüber nachzudenken, was man für so ein Haus in dieser Ecke auf den Tisch zu blättern hatte. Hohe sechsstellige Beträge waren es mit Sicherheit. Aber sicher brachte der alte Harper, seines Zeichens Stadtrat, genug Schotter nach Hause, um all das hier zu bezahlen.
»Fuck«, flüsterte ich, als mein Blick auf die Uhr fiel und ich feststellte, dass ich über meine Grübeleien die Zeit ganz außer Acht gelassen hatte. Schnell sprintete ich die Treppe hinauf und steckte ganz vorsichtig den Schlüssel ins Schlüsselloch, um noch vorsichtiger die Tür zu öffnen. Ich war froh, dass ich noch im Büro meine alten Chucks angezogen hatte und damit auch leise auf den Fliesen im Eingangsbereich laufen konnte, ohne die halbe Nachbarschaft zu involvieren.
Ich holte das Skript aus meiner Tasche und strich den umgeknickten Notizzettel glatt, als ich ein Geräusch hörte, das mir das Blut in den Adern gefrieren ließ. »Scheiße, nichts wie weg«, stieß ich leise aus. Angst kroch mir den Nacken hinauf, jedes Härchen stellte sich auf und meine Kopfhaut begann zu kribbeln. Das tat sie immer, sobald ich nervös oder ängstlich war. Meine Hände zitterten, als ich das gebündelte Papier auf den Boden gleiten ließ. Erneut drang dieses Zischen an mein Ohr, das mir ungeheuer war. Diesmal wurde es begleitet von einem unterdrückten Schrei, der mir durch Mark und Bein ging. Fuck! Waren hier Einbrecher im Haus, die Estelle zusetzten? Ich spürte den Kloß im Hals, der es mir unmöglich machte, normal zu atmen. Stoßweise stieß ich die Luft aus, nur um sie im nächsten Moment wieder tief einzuatmen. Meine Gedanken rasten und während ich mich aufrichtete und mich hektisch umsah, war es wieder da. Zisch, schrei und … wieder Stille. Wie in Stein gemeißelt stand ich im Flur, unfähig, den Weg zur Tür zu wählen und einfach zu verschwinden. Die Abstände zwischen den Geräuschen wurden kürzer, die Schreie waren in ein gedämpftes Stöhnen übergegangen, das ganz deutlich aus dem Keller kam.
Die Angst vibrierte in meinem Inneren und doch war ich angezogen von dieser Ungewissheit, was da vor sich ging. Anstatt das Weite zu suchen, befand ich mich geradewegs auf den ersten Stufen, die hinab in den Keller führten, wo die Geräuschkulisse augenblicklich lauter wurde.
Das Herz schlug mir bis zum Hals und ich biss mir die Unterlippe blutig. Der metallische Geschmack des roten Lebenselixiers machte sich auf meiner Zunge breit, als ich Stufe für Stufe in den Keller kam, wo die Geräusche immer lauter wurden. Ein Schnalzen durchschnitt die Luft und der darauffolgende Schrei, der in einem Wimmern endete, ließ mir den Atem stocken. Mein Magen war kurz davor zu rebellieren, so übel war mir bei der Vorstellung, dass Estelle womöglich von den Einbrechern gefoltert wurde. Meine Hand glitt in meine Jackentasche, damit ich mein Handy griffbereit hätte, um die Polizei zu rufen.
Mit klopfendem Herzen und der Hose voller Angst durchschritt ich den spärlich beleuchteten Keller, der nun von einem Stöhnen durchhallt wurde. »Ja, das brauchst du. Du kleine Schlampe«, bohrte sich eine tiefe Stimme in meine Ohren. Kurz überlegte ich, einfach kehrtzumachen und zu gehen. Noch hatte mich keiner bemerkt. Was aber, wenn sie ernsthaft in Gefahr war?
Das Blut rauschte in meinem Kopf, als ich die Tür ansteuerte, die einen kleinen Spalt offen stand. Aus dem Raum dahinter kamen offensichtlich die Geräusche. Ich atmete tief durch und machte mich auf den schrecklichsten Anblick meines Lebens gefasst – Estelle, gefesselt an einen Stuhl, ihr Gesicht blutig geschlagen und geschwollen und ihren Peiniger, der dreckig lachend immer und immer wieder zuschlug. Mein Kopfkino spielte verrückt und fast fiel mir das Telefon aus der Hand, obwohl ich es inzwischen so fest umklammerte wie einen Rettungsanker.
Auch wenn sich alles in mir wehrte, aber ich war wie magisch von diesem Geschehen angezogen, dass sich mein Kopf automatisch in den Türspalt schob.
Hatte ich mich auf einen blutrünstigen und brutalen Anblick gefasst gemacht, so war das Szenario, das sich mir bot … Alles andere als das, was ich erwartet hatte. Mein Herz drohte, meinen Brustkorb zu sprengen und ich schlug mir die Hand vor den Mund. Die Augen kniff ich erst fest zusammen, nur um sie im nächsten Moment umso weiter aufzureißen. Heilige Scheiße!
Estelle Harper, eine Frau Ende Vierzig – in den besten Jahren, wie sie selbst immer sagte, durchaus attraktiv – gut, okay, für meine Begriffe sah sie ein bisschen verlebt aus … Gütiger Gott, ich glaubte, meinen Augen nicht zu trauen. Erst jetzt fiel mir der Geruch auf, der erregungsgeschwängert durch die kalten Mauern waberte und mich auf seltsame Art und Weise benebelte.
Estelle war … sie war nackt. Splitterfasernackt. Ihre Handgelenke waren kopfüber an einem Seil befestigt, das – mein Blick glitt nach oben – an der Zimmerdecke eingehakt war. Rote Striemen zierten ihre blasse Haut, die von einem Schweißfilm überzogen war. Die Augen hinter einer Maske verborgen, liefen Tränen über ihre Wangen und als ich den Knebel in ihrem Mund sah, wurde mir klar, warum die Schreie nur gedämpft nach oben drangen.
Meine Augen glitten an ihrem Körper entlang und so absurd die Situation schien, so sehr schien es ihr zu gefallen. Ihre Nippel hatten sich aufgerichtet und reckten sich kess nach vorn. Zwischen ihren Beinen schimmerte Feuchtigkeit. Sie war … war erregt.
Leise stöhnend schlug ich die Hände vor mein Gesicht. Ich war auf seltsame Weise beruhigt, dass sie scheinbar genoss, was man ihr antat und sie sich nicht in Gefahr befand. Allerdings würde ich diesen Anblick für die nächsten zweihundert Jahre in meinem Kopf herumtragen. Nie mehr könnte ich ihr gegenübertreten, ohne daran zu denken, was hier gerade geschah.
Langsam gab ich mir selbst den Blick wieder frei und starrte direkt in zwei dunkle Augen, die mich betrachteten. Ich war wohl zu laut und in meinem Magen wurde es augenblicklich flau. Doch, anstatt die Flucht zu ergreifen, stand ich wie eingemauert da, unfähig mich zu bewegen.
Völlig unbeeindruckt davon, dass ich zusah, ließ der Typ eine Peitsche erst durch die Luft, dann auf ihre Haut sausen. Gleich darauf versenkte er den Knauf zwischen ihren Beinen und entlockte ihr damit ein Wimmern.
Dieser Typ … Er schien eiskalt zu sein und sagte kein Wort. Mit dem Peitschengriff fickte er Estelle, während er mir immer wieder ein süffisantes Grinsen zuwarf, was mich auf absurde Weise … erregte.
Shit. Oh Gott. Ich hatte keine Ahnung, was hier passierte. Ob es einvernehmlich war oder nicht. Wer dieser Mann war. Ich wusste nicht einmal mehr meinen Namen.
Dass ich hier schleunigst verschwinden sollte, war das Einzige, was in diesem Moment klar war.



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