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Buchvorstellung "Thunder and Lightning - Im Auge des Sturms"
Geschrieben von  Mandy Schur Mandy Schur Geschrieben,  25-09-2017 13:00 25-09-2017 13:00 217  Gelesen 217 Gelesen
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"Thunder and Lightning - Im Auge des Sturms" Eine Cowboyromanze von Sally Thomas.



„Wollte ich wirklich zurückkehren in diesen verdammten Ort? Zurück zu den Menschen, die mir mein Leben zur Hölle gemacht hatten? Sieben lange Jahre war ich nicht mehr dort gewesen ...“


An dem Tag, als Quinn West zurückkehrt nach Cougar Lake, ist er von Rache getrieben und voller Wut gegenüber denen, die ihn für eine Tat verantwortlich gemacht haben, die er nicht begangen hat. Er will die wahren Schuldigen finden, doch das ist gar nicht so leicht, denn auf ihn wartet sein ehemals bester Freund Jack, der ihm wegen genau dieser Tat ans Leder will. Alle Welt scheint gegen Quinn zu sein, doch dann bekommt er plötzlich Hilfe von jemandem, mit dessen Unterstützung er nicht gerechnet hat: Jacks Schwester Jezebel! Weiterer Ärger ist vorprogrammiert …



Leseprobe:



Als ich näher kam, bemerkte ich, dass eine Gestalt auf dem Zaun der Koppel saß. Es war Jezebel. Sie war gar nicht im Stall sondern blickte einfach nur gedankenverloren über die Weite der Landschaft. Vermutlich hatte sie sich wohl nur eine Ausrede gesucht, um von uns wegzukommen.
»Jez?«, näherte ich mich ihr vorsichtig, doch sie machte keinerlei Anstalten, sich umzudrehen. »Jez? Ich bin es, Quinn.«
»Ich weiß«, seufzte sie, doch noch immer schaute sie nicht in meine Richtung.
Ich trat an den Zaun, gleich neben sie, und legte meine Arme auf. Bestimmt zwei Minuten lang stand ich einfach nur so da, und keiner von uns sagte etwas. Schließlich räusperte ich mich.
»Ist nicht leicht mit uns, hmh?«, brummte ich.
»Leicht?«, schnaufte sie verächtlich. »Was ist schon leicht im Leben?«
»Jezebel, wir lassen dich nicht außen vor, weil wir dir nichts zutrauen.«
»So? Warum dann?«
»Weil wir uns alle viel zu viele Sorgen um dich machen.«
»Ach ja?«, blaffte sie mich an und endlich drehte sie ihr Gesicht zu mir. »Und was ist mit meinen Sorgen? Habt ihr vielleicht jemals daran gedacht, dass ich eventuell auch Angst um euch haben könnte?«
»Jezebel, bitte ...«
»Nein, Quinn! Ich habe genauso um Johnny getrauert, wie ihr es getan habt. Er war auch mein Bruder! Und womöglich war ich es, die am meisten Schmerzen ertragen musste.«
»Jez, wir alle fühlten den gleichen Schmerz. Wir ...«
»Nein!«, unterbrach sie mich schon wieder. »Du hast ja keine Ahnung, Quinn!«
Ich atmete tief ein. »Dann erkläre es mir.«
Sie schwang ihre Beine über den Zaun und setzte sich jetzt so hin, dass sie mich sehen konnte, ohne ihren Kopf verdrehen zu müssen.
»Siehst du das Land hinter mir, Quinn?«, fragte sie, und machte eine ausladende Bewegung mit ihrem Arm.
»Ja, natürlich. Nicht sehr weit, weil es dunkel ist, aber ich kenne eure Ranch.«
»Dann kennst du auch ihre Dimensionen. Weites Land, nicht wahr? Bis zum Horizont und noch weit darüber hinaus.«
»Ja. Sie ist schon beeindruckend.«
»Ich sollte mich frei fühlen, Quinn. Ich habe hier so viel Platz und Raum, dass ich dankbar sein müsste, hier leben zu dürfen.«
»Ich wäre es.«
»Und dennoch fühle ich mich wie in einem Käfig! Meine ganze Welt besteht aus nichts anderem als dem hier! Und nicht nur das. Selbst für meine Gedanken und Gefühle ist kein Platz in diesem riesigen Reich. Ich muss sie festhalten, ganz tief in mir drin. Sie verstecken. Und wenn ich es doch einmal wage, sie zu äußern, werden die Schmerzen danach so unendlich groß, dass ich sie nicht mehr ertragen kann.«
Ich überdachte ihre Worte und ich konnte mir vorstellen, wie schwer es für sie gewesen sein musste, und immer noch war, als ihre Mutter verstarb. Diese Last auf ihren schmalen Schultern … Der Verlust von Johnny … Jezebel zeigte eine übermächtige Stärke. Nach außen. Doch ich konnte mir vorstellen, wie einsam und verletzlich sie sich in ihrem Inneren fühlen musste. Keine Perspektive für die Zukunft zu haben, mit unerfüllten Träumen zu leben. Ich wusste, wie schwer so etwas war, erging es mir doch ähnlich.
»Ich verstehe dich, Jezebel«, seufzte ich und legte meine Hände auf ihre Knie. »Du solltest mit deinen Brüdern und deinem Vater reden.«
»Worüber denn?«, flüsterte sie resigniert, und es tat mir weh, sie so hoffnungslos zu sehen.
»Dass du ein eigenes Leben hast. Du tust sehr viel für sie, und das ist aller Ehren wert. Aber auch du hast das Recht auf ein wenig Glück. Sie können dich nicht ewig als ihre Haushälterin betrachten.«
»Ach, das ist es doch gar nicht, Quinn. Ich bin gerne für sie da.«
»Was ist es dann?«
Jez sprang vom Zaun und stellte sich ganz dicht vor mich. Ihre Augen blickten mich traurig an und ich konnte den Schmerz, der in ihnen lag, fast in meinem eigenen Körper spüren.
»Siehst du mich, Quinn?«, fragte sie.
»Ja, natürlich!«
»Nein, ich meinte, siehst du mich?«
Verwirrt zuckte ich mit den Schultern, denn ich wusste nicht, was sie von mir wollte.
»Ich bin eine Frau, Quinn. Auch ich habe Bedürfnisse. Weißt du eigentlich, wie verliebt ich in dich war, als ich noch ein junges Mädchen war? Und ich bin es immer noch.«
Traurig senkte sie ihren Kopf, und ich wusste nicht so recht, wie ich mit dieser Aussage, und überhaupt mit dieser ganzen Situation, umgehen sollte.
»Jez, ich dachte, wir wären uns einig gewesen«, konnte ich nur grummeln, doch als ihr leises Schluchzen an mein Ohr drang, da fühlte ich, wie sich all meine guten Vorsätze diesbezüglich verabschiedeten.
»Ja, das waren wir«, schniefte sie. »Und mein Kopf sagt mir, dass es die absolut richtige Entscheidung gewesen war. Aber mein verfluchtes Herz erzählt mir etwas ganz anderes, und es tut so verdammt weh!«
Ich hörte ihre Worte und ein weiches Lächeln schlich sich in mein Gesicht. Schon wieder zeigte sie mir unmissverständlich, wer die stärkere Persönlichkeit von uns beiden war. Sie traute sich auszusprechen, was mir nicht gelingen wollte.
»Ich weiß, was du sagen willst, Jez. Mir geht es nicht anders. Auch in mir toben Gefühle, die mein Kopf bekämpft. Und ich verstehe sie nicht. Nicht wirklich, jedenfalls. Sie verwirren mich. Hinzukommt, dass mich die Sache wegen Johnny mehr als belastet. Ich kann meine Gedanken nicht ordnen. Ich mache mir Sorgen um euch. Euch alle!«
»Aber Jack und Jerry dürfen dir helfen. Wieso ich nicht?«, beschwerte sie sich.
Ich hob mit einer Hand ihr Kinn an und zwang sie, mich anzusehen.
»Weil du das Wertvollste bist, das ich kenne, Jezebel. Ich will dich nicht verlieren!«



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