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Buchvorstellung "Herzen Undercover"
Geschrieben von  Mandy Schur Mandy Schur Geschrieben,  15-09-2017 21:30 15-09-2017 21:30 152  Gelesen 152 Gelesen
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"Herzen Undercover" Band 1 der Elliottville-Reihe von Cara Lay.



Die Journalistin Myra strandet während eines Unwetters mit ihrem Kajak auf der Privatinsel des Conrad Hughford. Das erscheint ihr zunächst als glückliche Fügung – ist sie doch auf der Jagd nach einer Story über den Wirtschaftsmagnaten. Statt auf den Unternehmer trifft sie jedoch nur auf den ebenso attraktiven wie geheimnisvollen Cole.
Als ein aufziehender Hurrikan Myra zwingt, auf der Insel zu bleiben, erliegt sie Coles Anziehungskraft.
Für Cole und Myra beginnt ein gefährliches Spiel – denn beide hüten ein Geheimnis, das der andere keinesfalls erfahren darf.


Ein prickelnder Liebesroman mit viel Herz und einer Prise Erotik vor der Kulisse der Florida Keys.
In sich abgeschlossen, keine Cliffhanger.



Leseprobe:

Die Freude, noch am leben zu sein, währte jedoch nicht lange. Als Myra sich umblickte, trafen ihre Augen auf nichts als Grau. Graue Wellen, graue Wolken, ein Grauschleier in der Luft. Weit und breit deutete nicht ein einziger Hauch von Gelb auf den Verbleib ihres Kajaks hin. Verdammt! Myra drehte sich einmal um die eigene Achse, bis sie einsehen musste, dass das Boot verschwunden war.
Stattdessen registrierte sie etwas anderes. Etwas, das sie mit einer unbekannten Euphorie durchflutete. So also fühlte es sich an, dem Tod von der Schippe zu springen. Denn Myra merkte, dass die Wellen sie in Richtung Hughford Island trieben. Sie musste nur dafür sorgen, irgendwie über Wasser zu bleiben, dann wäre sie gerettet.
Myra verlor jegliches Zeitgefühl, als sie ihren Körper mit kleinen kraftsparenden Bewegungen an der Oberfläche hielt, während die Insel näher kam. Irgendwann kratzte aufgewirbelter Sand an ihren Beinen und kurz darauf berührten ihre Füße den Meeresgrund. Strand! Sie hatte es geschafft. Sie schleppte sich aus dem Wasser, ließ sich fallen und brach in hysterisches Schluchzen aus. Das war verdammt knapp gewesen. Aber jetzt war sie in Sicherheit. Das dachte sie zumindest, bis sie spürte, dass sie nicht mehr allein war. Sie hob den Kopf und blickte direkt in ein bedrohlich blitzendes Augenpaar.


Hastig richtete Myra sich auf. Sie war über und über mit feuchtem Sand bedeckt, ihr ehemals weißer Bikini hatte ein beigefarbenes Camouflagemuster angenommen und passte damit perfekt zum Outfit des Typen, der sie noch immer grimmig anstarrte.
Großgewachsen war Myra ohnehin nicht, und unter diesem Blick schrumpfte sie um weitere Zentimeter. Die Augen des Mannes glitten über ihren Körper in dem knappen Bikini. Schützend verschränkte sie die Arme vor der Brust. Warum sagte der Typ nichts?
»Ich … ich bin gekentert … mein Kanu«, stammelte sie schließlich und verfluchte ihre piepsige Stimme. Warum ließ sie sich so einschüchtern? Sie tat nichts Verbotenes, sich schiffbrüchig an Land zu retten, musste doch wohl erlaubt sein. Trotz des riesigen Schildes, auf dem in unübersehbaren roten Buchstaben ›Privatinsel – Betreten verboten‹ zu lesen war. Dass sie die Insel ohnehin unerlaubt hatte besuchen wollen, konnte der Kerl ja nicht wissen. Oder vielleicht doch? Der misstrauische Gesichtsausdruck, mit dem er sie nach wie vor musterte, ließ Myra überlegen, ob sie sich irgendwie verdächtig gemacht hatte.
Irgendwann reichte ihr das stumme Anstarren. Sie deutete mit dem Kinn in Richtung des Verbotsschildes. »Ich bin nicht absichtlich hier. Ich brauche Hilfe! Ist es unter zivilisierten Menschen nicht üblich, Gestrandeten zu helfen, anstatt sie doof anzuglotzen?«
Der Mann hob nicht einmal eine Augenbraue. Immerhin nickte er nach einem Augenblick und brummte etwas, das nach »mitkommen« klang.
Myra folgte zögernd. Der Typ war unheimlich und schien nur aus Muskeln zu bestehen. Aber hatte sie eine Wahl? Der Regen prasselte immer noch unaufhörlich nieder, während Donner über das Meer grollten. Mit zusammengebissenen Zähnen stapfte sie hinter dem Kerl her, der sich weder darum scherte, ob sie mit ihm mithalten konnte oder dass Steine und Zweige schmerzhaft in ihre nackten Fußsohlen stachen.
Er blieb erst stehen, als sie eine kleine Hütte erreichten. Eher eine Art Schuppen, bemerkte Myra, nachdem der Typ ihr bedeutet hatte, einzutreten. Immerhin hatte das Gebäude Steinwände und ein Ziegeldach. Fenster gab es nicht, durch eine Fläche aus Glasbausteinen fiel trübes Licht in den Raum, der nur hell wurde, wenn ein Blitz über den Himmel zuckte.
»W… was … was haben Sie mit mir vor?«, krächzte Myra, als der Typ sich anschickte, sie einzuschließen.
»Das Betreten der Insel ist verboten«, entgegnete der Mann, als ob damit alles gesagt wäre.
»Verdammt!« Angst mischte sich mit Wut. »Ich habe doch gesagt, dass ich nicht absichtlich hier bin! Können Sie mich nicht einfach an Land bringen?«
»Wohl kaum, bei diesem Wetter.« Die Tür war nur noch einen Spalt breit geöffnet.
»Hören Sie«, verlegte sich Myra aufs Betteln. »Ich bin durstig, mir ist kalt und ich bin erschöpft. Sie können mich doch hier nicht einsperren!«
»Kann ich«, brummte er. »Das Betreten …«
»Ja, ja, ich weiß. … der Insel ist verboten. Schon kapiert. Aber Conrad Hughford kann doch nicht so ein Unmensch sein, mich in seinem Schuppen erfrieren zu lassen, nur weil ich vor seiner Insel gekentert bin!«
Sie hatte einen gewaltigen Fehler gemacht, wurde Myra bewusst, als erneutes Misstrauen in den Augen ihres Gegenübers aufflackerte.
»Du weißt also, auf wessen Insel du bist«, knurrte er. »Wohl doch nicht so zufällig hier gelandet, was?« Seine Stimme war noch drohender geworden. »Nur ist Conrad Hughford gar nicht auf der Insel. Was immer dein dramatischer Auftritt sollte – er war vergeblich.« Die Tür fiel zu und mit einem unbarmherzigen Klacken wurde ein Schlüssel umgedreht.
»Wie lange soll ich denn hier warten?«, schrie Myra durch die Tür.
»Das habe ich nicht zu entscheiden«, grunzte es von draußen, dann entfernten sich Schritte und Myra ließ sich verzweifelt auf den Rand einer Holzkiste fallen. Die Tür war der einzige Ausgang und sie sah zu stabil aus, um auch nur daran zu denken, sie ohne Schlüssel oder schweres Werkzeug öffnen zu können. Trotzdem musste sie es versuchen. Sie fror entsetzlich und allein, um sich zu bewegen, begann Myra, die Regale an der Schuppenwand zu untersuchen. Und tatsächlich fand sie nach kurzer Zeit eine Schachtel mit Bohraufsätzen. Nur leider keine Bohrmaschine. Dennoch war es ein Anfang. Nachdem die anderen Kisten keine brauchbaren Hilfsmittel mehr zutage brachten, suchte Myra sich die dünnsten Bohrer heraus und kniete sich vor das Schloss. Sie erinnerte sich an eine Fernsehsendung zum Thema, wie unsicher die meisten Schließzylinder waren. In dem Bericht hatte es so einfach ausgesehen, wie geübte Einbrecher innerhalb von wenigen Momenten jedwede Tür öffnen konnten.
Myra kaute auf ihrer Unterlippe herum, während sie hochkonzentriert mit dem Bohrwerkzeug in dem Schloss hantierte. Sie war so in ihre Tätigkeit vertieft, dass sie die schnellen Schritte erst im allerletzten Augenblick wahrnahm und noch immer auf den Knien vor der Tür kauerte, als diese aufgerissen wurde.
Verdutzt blickte ein etwa dreißigjähriger Mann auf sie herunter. Seine grünen Augen begannen belustigt zu funkeln.
»Das nenne ich mal eine Begrüßung.« Ein spöttisches Lächeln umspielte seine Mundwinkel. Er legte den Kopf schief, wobei ihm eine Strähne seines dunklen Haares in die Stirn rutschte und ihn weniger streng wirken ließ. Mit einer energischen Geste strich er sie zurück. »Nicht, dass ich es nicht äußerst vielversprechend finde, eine nur knapp bekleidete Dame in dieser Pose vor mir zu wissen, aber willst du nicht vielleicht doch aufstehen?« Er streckte ihr frech grinsend seine Hand hin.
Myra bekam einen hochroten Kopf. Sie ignorierte die dargebotene Hand und rappelte sich hastig auf. Seine Augen ruhten noch immer auf ihr, sein prüfender Blick ging ihr durch und durch. Es war der Blick eines intelligenten Mannes. Von jemandem, der sich nichts vormachen ließ. Er sah sie nicht so unfreundlich an, wie der Muskelprotz, der sie am Strand aufgelesen hatte und den sie jetzt im Hintergrund erblickte. Dennoch verrieten ihr seine markanten Gesichtslinien und der entschlossene Zug um den Mund, dass auch mit ihm nicht zu spaßen war, wenn etwas seinen Unwillen erregte. Oder jemand – wie Myra gerade – denn seine Augenbrauen zogen sich bedenklich zusammen. Abwartend sah er sie an. Myra schrumpfte innerlich. Er hatte sie etwas gefragt, aber Myra war von seinen vollen Lippen abgelenkt gewesen, die sich nun amüsiert kräuselten, als er ihre offensichtliche Verwirrung bemerkte.
»Ich hatte gefragt, ob wir nicht ins Haus gehen wollen«, wiederholte er seine Worte und Myra schluckte trocken. Zwei Männer, beide muskelbepackt und anscheinend nicht allzugut auf sie zu sprechen – und sie nur in diesem lächerlichen Nichts von Bikini bekleidet. Sie bezweifelte, sich jemals zuvor so ausgeliefert gefühlt zu haben. Andererseits konnte sie das Klappern der Zähne kaum noch unterdrücken. Sie hätte sich gerne irgendwo aufgewärmt.
Ihr innerer Kampf musste ihr ins Gesicht geschrieben stehen, denn der Blick ihres Gegenübers wurde weicher. Der spöttische Zug verschwand und wich einem warmen Lächeln, das Myra sofort vergessen ließ, wie kalt ihr war. Verdammt sah der Typ heiß aus, wenn er etwas weniger böse dreinschaute.
»Mein Name ist Cole«, sagte er und hielt ihr abermals die Hand hin.
»Myra.« Diesmal ergriff sie seine Hand. Seine Finger umschlossen ihre und ein Kribbeln überzog Myras Arm.



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