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Lynn Summers
Geschrieben von  Mandy Schur Mandy Schur Geschrieben,  09-02-2018 12:33 09-02-2018 12:33 36  Gelesen 36 Gelesen
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"Himmlische Verlockung - Küsse niemals einen Weihnachtsmann" Ein erotischer Liebesroman von Lynn Summers.



Katie Heavensby ist einundzwanzig, Ersatz-Mum für ihren kleinen Bruder Jeremy - und chronisch pleite. Da kommt das Jobangebot der Westlake Gallery, als Weihnachtsengel das Geschäft anzukurbeln, genau richtig. Wäre da nur nicht ihr Kollege Aidan, der nicht nur unverschämt sexy, sondern auch noch Katies männliches Pendant als waschechten Father Christmas darstellt. Katie ist fest entschlossen, sich von Aidans Avancen und seinem guten Aussehen nicht beeindrucken zu lassen. Denn Männer sind gerade das Allerletzte, was sie in ihrem mehr als chaotischen Leben gebrauchen kann. Doch Aidans unwiderstehlicher Charme stellt ihre Entschlossenheit auf eine ganz schön harte Probe ... Aber mal ehrlich: Wer könnte "diesem" Weihnachtsmann schon ernsthaft widerstehen?



Leseprobe:



Katie

»Hey, guten Morgen«, vernahm sie wenige Minuten später eine männliche Stimme. »Und danke fürs Warten. Tut mir leid, dass ich zu spät bin.«
Katie sah lächelnd auf und legte ihren Roman zur Seite. »Zu spät warst du ja nicht wirklich, wie ich gehört habe. Ist schon okay. Ich habe es nicht eilig.«
»Was für ein Glück.« Aidan lachte, zog die besagte Lederjacke aus, die er auch heute trug, und ließ sich auf den Stuhl ihr Gegenüber fallen. »Du hast schon bestellt wie ich sehe?«, meinte er und wies auf die Tasse vor ihr.
»Ja, entschuldige. Ich hatte heute Morgen nur einen Kaffee auf die Schnelle und ...« Sie lächelte verlegen. »Ich muss gestehen, dass ich ziemlich ungenießbar sein kann, wenn mein Koffeinpegel noch nicht erreicht ist«, erwiderte sie, was Aidan mit einem breiten Grinsen quittierte.
»Ist bei mir nicht anders«, meinte er schmunzelnd und winkte auch sogleich der Bedienung, die kurz darauf an ihren Tisch trat, um seine Bestellung aufzunehmen. »Einen Kaffee. Schwarz bitte.« Dann wandte er sich an Katie. »Möchtest du auch noch einen?« Er wies auf ihre fast leere Tasse. »Oder irgendwas anderes?«
»Nein, danke. Alles gut.«
»Dann nur einen schwarzen Kaffee?«, erkundigte sich Grace.
Katie nickte. »Ja genau. Ich hab ja noch. Vielen Dank.«
»Alles klar. Kommt sofort«. Und schon war sie wieder verschwunden.
»Und?« Aidan lehnte sich in seinem Stuhl zurück und verschränkte die Arme vor der Brust? »Wie war’s gestern so? Sind wir jetzt Kollegen?«, fragte er lächelnd.
»Was glaubst du denn?«
»Keine Ahnung. Sag du es mir.«
»Ja, ich schätze schon. Ich habe Mrs Matthews vorhin angerufen und zugesagt. Auch wenn es eigentlich nicht das ist, was ich machen wollte. Aber nun ja.« Sie zuckte mit den Schultern.
»Du hattest dich als Bürokraft beworben, oder?«
»Ja«, erwiderte Katie und ihre Augen verengten sich skeptisch. »Woher weißt du das?«
»Ach, ich komme ganz gut mit Karen klar.«
»Aha«, meinte sie wenig überzeugt. »Was machst du denn eigentlich dort? So jobmäßig meine ich.«
»Ach, so dies und das. Hauptsächlich langweiligen und total uninteressanten Bürokram.«
Katie hob die Tasse an die Lippen und musterte ihn über den Rand der Tasse hinweg aufmerksam. »Wenn dein Job so wahnsinnig langweilig ist, warum machst du ihn dann?«, erkundigte sie sich.
Aidan hob die Schultern. »Tja, irgendwie muss man schließlich seine Brötchen verdienen.«
»Hm«, meinte sie nachdenklich, »das ist wohl wahr.«
Kurz warf sie ihm einen Blick zu. Dann stellte sie die Tasse wieder ab und zog mit dem Löffel gedankenverloren Kreise in ihrem Kaffee.
»Wenn du so weitermachst, kommst du bald in Afrika raus«, sagte Aidan plötzlich.
Katie hob den Blick und sah in sein schmunzelndes Gesicht.»Äh … wie bitte?«
»Na, dein Kaffee.« Er wies mit einem kurzen Nicken auf den Löffel in ihrer Hand. »Es hat sich schon mal jemand weggerührt, weißt du. Und er blieb für immer verschwunden. Ist nie wieder aufgetaucht.«
»Sehr witzig.« Mit einem vernehmlichen Klirren legte sie den Löffel wieder auf der Untertasse ab.
»Tut mir leid. Das war ein beschissener Witz. Sorry. Ich wollte dich nicht verärgern.«
»Nein, schon okay. Hast du nicht. Mir sollte es leidtun. Ohne genug Koffein im Blut bin ich manchmal echt komisch drauf. Es liegt wirklich nicht an dir.«
»Es liegt nicht an dir, es liegt an mir. Das ist doch sonst der typische Männerspruch.« Aidan lachte. »Aber es beruhigt mich, dass es nur am Koffeinmangel liegt. Denn ich hatte gehofft, wir könnten das hier vielleicht noch mal wiederholen.«
Wiederholen?, fragte Katie sich verwundert. Er wollte sich noch mal mit ihr verabreden? Freiwillig? Der Teufel wusste wieso, doch sie benahm sich - so gereizt und wortkarg wie sie gerade war - wirklich wie die Spaßbremse schlechthin. Und das, obwohl Aidan doch echt nett zu sein schien.
»Das … also … Klar, können wir gern machen, wenn du … na ja, wenn du das wirklich willst«, stammelte sie.
Aidans Lippen verzogen sich zu einem amüsierten Schmunzeln. »Sicher möchte ich das. Sonst hätte ich es nicht gesagt.«
Katie spürte, wie die Röte ihr heiß ins Gesicht schoss. »N-natürlich. Klar.«
»Was hast du denn heute noch so vor?«, wechselte er das Thema.
»Äh ... nichts Besonderes eigentlich.«
»Hast du Lust, heute Abend mit mir ins Kino zu gehen?«
»Ins Kino? Wie bei einem Date?«
Aidan grinste. »Ja, ich schätze, so eine Art von Verabredung nennt man Date.«
»Ich …« Katie senkte verlegen den Blick. »Ich weiß nicht, Aidan. Wir kennen uns doch kaum.«
»Eben drum sollten wir das ja ändern«, erwiderte er lächelnd. »Lass uns heute Abend zusammen essen gehen und danach lade ich dich ins Kino ein. Du darfst auch den Film aussuchen. Und wenn du brav bist, teile ich auch ganz vielleicht mein Popcorn mit dir.«
»Bei so einem verlockenden Angebot kann ja gar nicht ablehnen«, scherzte Katie.
»Nein. Es sei denn, du willst, dass ich an gebrochenem Herzen sterbe. Ich kann nämlich mit Körben nicht wirklich gut umgehen, weißt du? Es macht mich immer vollkommen fertig, wenn ich eine Abfuhr bekomme.«
»Oh Gott.« Katie schlug sich theatralisch die Hand aufs Herz. »Das kann ich natürlich nicht verantworten.«
»Also gehen wir zusammen aus?«
Katie lachte. »Das muss ich ja wohl. Schließlich lässt du mir nicht wirklich eine Wahl.«
»Sehr gut.« Aidan strahlte übers ganze Gesicht. »Soll ich dich so gegen sechs abholen?«
Eilig schüttelte Katie den Kopf. »Nein, ich … ähm … sag mir einfach, wo wir uns treffen.«
»O…kay«, erwiderte er sichtlich verwirrt. »Worauf hättest du denn Lust? Italienisch? Asiatisch? Griechisch? Oder was ganz anderes?«
»Ich bin da nicht so anspruchsvoll. Was magst du denn am liebsten?«
»Hm …« Er rieb sich nachdenklich das Kinn und dachte kurz nach. »Wie ist es mit dem Mandalou? Das ist in Soho.«
»Kenne ich nicht. Aber ich werde es schon finden. Sims mir nachher einfach die Adresse.«
»Okay. Und du bist wirklich sicher, dass ich dich nicht doch abhol...«
»Ja«, unterbrach Katie ihn schnell. »Ich muss noch so Einiges erledigen.«
Aidan runzelte skeptisch die Stirn. »Hast du nicht eben gesagt, du hast heute nichts mehr vor?«
»Äh … doch. Sorry, das hatte ich total vergessen«, erklärte sie hastig. »Mein Bruder … du weißt sicher, wie kleine Geschwister so sind und … na egal.« Sie winkte ab. »Jedenfalls ist es einfacher, wenn wir uns gleich vor Ort treffen.«
»Gut, wie du meinst. Dann um halb sieben im Mandalou?«
»Ja.« Eilig kramte Katie in ihrer Handtasche herum und holte ihr Portemonnaie hervor, um Aidan das Geld für ihren Kaffee zu geben. Doch er kam ihr zuvor.
»Schon okay. Lass stecken. Ich mach das.«
»Nein, ich …«
»Katie, ich erledige das schon. Kein Problem.«
»Gut, dann … danke. Wir sehen uns heute Abend.«
»Ja. Ich freue mich«, erwiderte er und warf ihr ein so umwerfendes Lächeln zu, dass ihre Knie auf einmal ganz weich wurden und sie atemlos nach Luft schnappte.
Sie lächelte kurz zurück und stand eilig auf. »Bis heute Abend dann«, verabschiedete sie sich.
»Jepp.« Er grinste erneut so unglaublich verführerisch, dass Katie hastig ihre Jacke vom Stuhl riss und so schnell wie möglich Reißaus nahm, bevor sich ihre Knie noch komplett in Wackelpudding verwandelten.

Wenige Stunden später stand sie im Bad und machte sich für den Abend zurecht. Der Wasserdampf der Dusche hatte die Scheiben des Spiegels beschlagen lassen und Katie wischte mit der Hand über das Glas, um wenigstens annähernd etwas erkennen zu können. Das verblichene orangefarbene und viel zu kleine Handtuch, das sie um ihren Körper geschlungen hatte, verhüllte kaum das Nötigste. Sie brauchten dringend neue Handtücher. Ha, guter Witz. Was zum Teufel brauchten sie eigentlich nicht neu? Ein neues Leben wäre ganz nett, verhöhnte sie sich selbst. Sie war emotional so wahnsinnig ausgebrannt. Nicht gerade die beste Verfassung, um mit einem Mann wie Aidan den Abend zu verbringen. Wahrscheinlich würde er sich am Ende ohnehin wünschen, sie niemals eingeladen zu haben. Sie hatte keine Ahnung, warum sie sich überhaupt auf dieses Date eingelassen hatte. Lag es nur an seiner unwiderstehlichen Ausstrahlung? Oder vielleicht doch an dem Bedürfnis, ihr Leben und die Probleme, die es mit sich brachte, einfach mal für einen Abend hinter sich zu lassen. Es war ja nicht so, dass sie ständig irgendwelche Dates hatte. Genaugenommen hatte sie in den letzten zwei Jahren kein einziges mehr gehabt. Wozu auch? Meist hatte sie so viel zu tun, dass sie für irgendwelche Männergeschichten ohnehin kaum Zeit fand. Dafür sorgte schon ihre Mum mit ihrer ständigen Trinkerei. Frustriert fuhr sie mit der Bürste durch die langen dunkelbraunen Strähnen. Sie griff nach dem Föhn, trocknete ihr Haar und flocht es schließlich zu einem langen dicken Zopf. Dann legte sie eine winzige Spur Make-up auf, um zumindest die dunklen Augenringe zu verstecken, die sie ständig mit sich herumtrug. Sie tuschte die Wimpern in einem kräftigen Schwarz und zog die Lippen mit einem blassrosa Lipgloss nach. Zumindest konnte sie sich so in ein Restaurant wagen, ohne zu sehr aufzufallen.
»Warum brezelst du dich so auf?«, ertönte auf einmal eine Stimme von der Tür her und Katie wirbelte überrascht herum.
»Jer! Erschreck mich doch nicht so!«, rief sie und presste die Hand aufs Herz.
»Was denn? Ich dachte, du hättest mich gehört. Ich hab bestimmt viermal geklopft.«
Katie musterte ihn aus zusammengekniffenen Augen und verschränkte die Arme vor der Brust.
»Wenn du tatsächlich geklopft hättest - und das gleich viermal - glaubst du nicht, dass ich irgendwann mal Herein gesagt hätte? Oder Ja bitte? Zumindest so was in der Art?«
Jeremy hob gelangweilt die Schultern. »Hast du ja vielleicht. Ich habs dann nur nicht gehört.«
Katie musste unweigerlich lachen. Das war so typisch für ihren kleinen Bruder. »Dich würde es doch nicht mal stören, wenn ich sagen würde, du sollst keinen Fuß ins Bad setzen.«
Er grinste. »Könnte stimmen. Und? Für wen brezelst du dich nun so auf?«
»Ich habe gleich ein Date.«
»Duuuuu?«
»Ja. Ich. Was ist denn daran so komisch?«
»Du …« Jeremy kratzte sich am Hinterkopf. »Na ja, du hast keine Dates, Kat. Nie.«
»Jetzt habe ich aber eins.«
»Mit ‘nem Kerl?«
Sie lachte. »Natürlich. Mit wem denn sonst?«
»Könntest ja auch auf Mädels stehen, oder?«, zog er sie auf.
Katie griff nach einem nassen Waschlappen und warf ihn lachend in Jeremys Richtung. »Raus hier, du Quälgeist. Bevor ich dich mitsamt deiner Klamotten unter die Dusche stopfe.«
Jeremy streckte ihr die Zunge raus. »Kannst es ja mal versuchen. Ich bin sowieso schneller als du.«
»Jer, ich hab jetzt echt keine Zeit für deine nervigen Klein-Bruder-Kommentare. Außerdem solltest du dir in deinem Alter gar keine Gedanken darüber machen, ob ich auf Frauen oder Männer stehe.«
»Warum nicht? Ich hab Bio in der Schule, weißt du? Ich kenne die Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Männer haben einen Penis, Frauen eine Vagina und damit …«
»Wahhh …«, rief Katie und hielt sich die Hände auf die Ohren. »Das will ich jetzt echt nicht hören, okay? Raus mit dir!«
Jeremy hob die Hände und grinste breit. »Okay okay. Bin schon weg.«

Eine gute Stunde später verließ Katie die Tottenham Court Road Station. Die Umgebung wirkte wie ein kleines Winterwunderland. Straßen, Bäume, Autos … alles war mit einer dicken weißen Puderschicht überzogen. Und es schneite immer noch unaufhörlich, sodass der Schnee unter Katies Stiefeln knirschte. Sie folgte der Oxford Street, bis sie schließlich links in die Wardour Street einbog, in der sich laut Aidans Angaben das Mandalou befand. Im Sommer wimmelte es in Soho nur so vor Menschen. Doch jetzt im Winter war alles nur grau in grau und selbst die zahlreichen Touristen verbrachten ihre Zeit lieber in der gemütlichen Wärme der umliegenden Restaurants und Pubs, als im Freien - was angesichts der eisigen Temperaturen nicht unklug war. Denn es war wirklich eisig. Katie rieb sich mit den behandschuhten Händen über die Arme ihrer Winterjacke. Es war wirklich kalt geworden. Viel kälter als sonst, hatte sie den Eindruck. Aber das konnte natürlich auch an ihrer nicht gerade dick gefütterten Jacke liegen, die wohl eher für recht kühle Herbsttage geeignet war, als für die Temperaturen dieses momentan wirklich eisigen Winters.
Als sie das Restaurant betrat, empfing sie eine angenehme behagliche Wärme, die von einem kleinen Holzofen ausging. Katie sah sich neugierig um. Der Raum war nicht sonderlich groß. Vielleicht zehn Tische befanden sich darin, die jedoch - soweit sie sehen konnte - allesamt mit Pärchen oder Familien besetzt waren. Bestecke klapperten. Gläser klirrten. Dezentes Stimmengewirr und leises Lachen hing in der Luft.
»Kann ich helfen?«
Katie drehte sich um und sah sich einer jungen Frau in ihrem Alter gegenüber, die ein Tablett mit Getränken in der Hand hielt.
»Ja. Vielleicht. Ich bin hier zum Abendessen verabredet, aber …«, sie sah sich suchend um, »scheinbar ist er noch nicht da.«
»Haben Sie reserviert?«
»Das weiß ich nicht.«
»Für zwei Personen?«, erkundigte die Kellnerin sich freundlich und Katie nickte.
»Wir haben noch ein paar Tische weiter hinten. Wenn Sie mich fragen, sind das sogar die besten Plätze«, erklärte sie mit einem verschwörerischen Lächeln. »Folgen Sie mir.«
Als sie den hinteren Bereich erreichten, entdeckte Katie zu ihrer Überraschung Aidan bereits an einem der Tische. »Oh, meine Begleitung ist doch schon da.« Mit einem Kopfnicken wies sie auf Aidan.
»Das ist Ihr Date? Wow, bei der Begleitung kann es ja nur ein netter Abend werden, hm?«, erklärte die Kellnerin augenzwinkernd. »Dann mal ganz viel Spaß.«
Katie nickte lächelnd und wandte sich Aidan zu, der aufgestanden war und bereits auf sie zukam.
»Hi. Da bist du ja.« Er streckte ihr die Hand hin und beugte sich dann nach kurzem Zögern vor, um sie zur Begrüßung auf die Wange zu küssen.
»Ich war ein bisschen früh dran und habe uns schon mal die Getränke bestellt. Ich hoffe, das war okay?«, fragte er und wies auf eine Flasche Rotwein und zwei Gläser, die auf dem weißen Tischtuch standen.
Katie schluckte. Für manche Menschen war Wein zum Essen eine Selbstverständlichkeit. Nicht so bei ihr. Natürlich würde sie anstandshalber ein paar Mal daran nippen. Schließlich wollte sie nicht unhöflich sein. Doch sie hatte ganz sicher nicht vor, ihr Glas zu leeren. Denn was Alkohol mit Menschen anrichten konnte, sah sie Tag für Tag an ihrer Mum.
»Du kannst natürlich auch was anderes haben, wenn du keinen Wein magst«, meinte Aidan, während er ihr den Stuhl zurückzog. »Ich dachte nur, der passt vielleicht ganz gut zum Essen.«
»Schon okay. Aber wenn es keine Umstände macht, hätte ich gern ein Mineralwasser dazu.«
»Na klar.« Er winkte der Kellnerin, die sofort herbeigeeilt kam. »Bringen Sie bitte noch ein Mineralwasser? Und die Karte, bitte.«


Aidan

Der Abend verlief nicht ganz so, wie er sich das vorgestellt hatte. Während die anderen Gäste sich angeregt unterhielten, lachten und sich ihr Essen schmecken ließen, saßen Katie und er sich in angespanntem Schweigen gegenüber. Aidan seufzte. Was konnte er anstellen, um Katie ein bisschen aus ihrem Schneckenhaus hervorzulocken? Entschlossen straffte er die Schultern. Es war höchste Zeit, dieses peinliche Schweigen zu beenden.
»Warum bist du so verdammt angespannt, Katie? Ich beiße nicht. Versprochen.«
Sie warf ihm einen überraschten Blick zu. »Angespannt? Ich?«
»Eine Eisenstange ist beweglicher.«
»Findest du?«
Aidan nickte. »Obwohl ich nicht weiß warum. Du hast doch weiß Gott keinen Grund dazu.«
»Es ist schon etwas länger her, seit ich … na ja …« Verlegen brach sie ab.
»Seit du das letzte Mal ein Date hattest?«, beendete Aidan den Satz für sie.
»Ja«, murmelte sie leise. »Ich weiß nicht mal, warum ich überhaupt gekommen bin.«
Aidan zwinkerte ihr vergnügt zu.
»Na, ist doch klar. Weil ich ein unverschämt gutaussehender Kerl bin, dem du einfach nicht widerstehen konntest. Außerdem bin ich einfach unglaublich sympathisch.«
Katie lachte. »Vielleicht hatte ich auch einfach nur Hunger und wollte mir ein gutes Essen nicht entgehen lassen.«
»Autsch. Das war jetzt aber nicht nett.«
»Man kann nicht immer nur nett sein. Das wird doch irgendwann langweilig.«
Aidan lachte. »Als wenn du so richtig gemein sein könntest. Im Leben nicht!«
Katie lachte ebenfalls. »Hey, du hast ja keine Ahnung, wie gemein ich sein kann. Frag mal meinen kleinen Bruder. Der wird dir Geschichten erzählen, da schlackern dir die Ohren.«
»Ich glaube dir kein Wort! Da sind ja Butterblümchen böser als du«, meinte Aidan lachend.



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