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Marina A. Zimmermann
Geschrieben von  Mandy Schur Mandy Schur Geschrieben,  28-01-2018 17:39 28-01-2018 17:39 46  Gelesen 46 Gelesen
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"Dein Weg" Ein einfühlsamer Gesellschaftsroman von Marina A. Zimmermann.



Céline hatte immer angenommen, dass Zeit für sie keine Rolle spielt. Doch eines Tages fühlt sie sich im Labyrinth ihrer eigenen Gefühle gefangen. Die Leichtigkeit ihres unbeschwerten Daseins bekommt einen tiefen Einschnitt, als sie unerwartet schwanger wird. Ihr Leben wird dadurch komplizierter, als sie sich es hätte vorstellen können.
Auch André lebt im Augenblick, kennt keine Vergangenheit und sucht keine Zukunft. Mit Celiné führt er eine ständige On-Off-Beziehung, doch eines Tages flüchtet er bis ans andere Ende der Welt.
Jesko, ein Adliger und Studienfreund von Celiné sieht seine Chance gekommen. Seine Familie ist vom Aussterben bedroht, seit mysteriöse Todesfälle auf dem Schloss kursieren.
Kann Céline die Fürstenfamilie retten oder wird sie ihre eigene Liebe in Sicherheit bringen?



Leseprobe:



Céline suchte in der fremden Altstadt eine Seitenstraße, deren Adresse sie im Internet gefunden hatte. Im Zeitalter von Google gab es kaum noch Geheimnisse. Hier sollte sie einen Club finden, in dem man am Wochenende guten Jazz hören konnte. Live. Unplugged.
Der Eingang war gut beschildert. Sie betrat eine unscheinbare Kneipe. Neben dem Tresen führte eine etwas steile Treppe in das Untergeschoss. Die Luft wurde kühler. Céline konnte nicht erfühlen, ob es sich dabei um eine stark eingestellte Klimaanlage handelte oder der natürlichen Substanz des Gebäudes entsprang. Das düstere Licht ließ ihre Haut noch mehr frösteln. Sie schritt über einen beengenden Vorplatz, der sich in einen nicht zu großen Raum öffnete.
Kleine Tische, gedämmtes Licht, im Hintergrund der spärlich beleuchtete Tresen. Vorne eine kleine Bühne, ebenso schwach angestrahlt. Die drei Musiker waren kaum zu erkennen.
Manche Dinge ändern sich nie, dachte Céline und versuchte, ihre Augen an die spärliche Beleuchtung zu gewöhnen.
An einer Stützsäule fand sie einen freien Tisch. Der Platz war angenehm, auch wenn sie nur den Saxophonisten und den Mann an der Bassgeige sehen konnte. Der Pianist saß mit dem Rücken zu ihr. Doch sein Kopf und seine Gestalt kamen ihr irgendwie bekannt vor. Vorläufig wollte sie sich auf das Saxophon konzentrieren, dessen Solo den Saal völlig in seinen Bann gezogen hatte.
Saxophon, Bass und Klavier. Ein extravagantes Trio. Céline liebte Jazz, besonders den anspruchsvollen, dessen Thema oft kaum einem Sinn folgte. Wenn die Melodie den bequemen Fluss verließ und der Rhythmus gegen den Strom prallte. Wenn die Töne sich gegenseitig provozierten und die Instrumente miteinander stritten, den Herausforderungen antworteten, kurz Atem holten, bevor sie sich erneut dem Rausch der Klänge hingaben. Das war Ekstase pur!
Das Ohr brachte dem Gehirn keine Ruhe, sondern nur Aufruhr. Und der blieb bis zum letzten Ton. Das Finale des pfeifenden Saxophons peitschte in ihrem Kopf. Die Welt war ausgelöscht. Im Halbdunkel des Raumes hatte Céline ihre alte Leidenschaft wiedergefunden. Sie kannte diese Erregung nur viel zu gut. Und sie kannte den Pianisten! Sein Kontrarhythmus war unverkennbar.



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