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Sam Bennet
Geschrieben von  Mandy Schur Mandy Schur Geschrieben,  06-01-2018 13:03 06-01-2018 13:03 2  Gelesen 2 Gelesen
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"Victima" Ein Erotik-Thriller von Sam Bennet.



Victima – ihr unstillbares Verlangen ist stärker als jegliche Vernunft .

Nach einer berauschenden Lustnacht, zu der sie ihr geheimnisvoller Nachbar einlädt, taucht die nach sexueller Erfüllung Suchende in die elitäre Welt eines Geheimbundes ab.
Ihrer Identität beraubt erwacht sie fernab der Heimat. Schutzlos, gefangen gehalten von dem Mann, den sie glaubt zu lieben und der auf grausame Art versucht ihren Willen zu brechen.
Kann sie diesem Alptraum entrinnen? Ein ungleicher Kampf um Leben und Tod beginnt.



Leseprobe:



Vielleicht hatte mich nicht Opium an dem Abend in der Villa berauscht. Vielleicht bewirkte das Rauschmittel einzig, diese dunkle Seite in mir zum Vorschein zu bringen. Gerade weil so eine lange Zeit seither vergangen ist, fühlt es sich nach Entzug an. Das ganze Drumherum faszinierte mich so sehr, dass ich an nichts anderes mehr denken konnte. Alle waren nackt, hatten ihre roten Capes getragen und waren durch diese kunstvollen Masken dennoch anonym – ein lebendig gewordenes Oxymoron, könnte man sagen. Ich hatte mich über alle Maßen frei gefühlt. Frei wie nie zuvor. Frei zu tun, worauf ich Lust verspürte, mir zu nehmen, was ich wollte und das alles unter seinen Blicken …

Nach dieser ungewöhnlichen Nacht jedenfalls wollte ich ihn besser kennenlernen, vor allem weil ich jetzt wusste, dass er auf mich steht. Und ich muss zugeben, dass seine düstere Aura mich magisch anzog … ich hatte das Verlangen nach mehr. Euphorisch wie ich nach dem Wochenende gewesen bin, habe ich versucht Kontakt zu ihm aufzunehmen. Ich scharrte, um Einlass bettelnd wie eine läufige Hündin, an seiner Tür und erhielt eine Abfuhr. Obwohl ich ein sehr souveräner Mensch bin, hat mich seine Ablehnung aus dem Gleichgewicht gebracht. Sagen wir, es hat an meiner Ehre gekratzt.
Mir ist es am Ende aber doch noch gelungen, seine Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Der alte Aufzug-Trick, bei dem man den Stopp-Knopf drückt und die Fahrt für ein paar Minuten unterbricht. Neue Aufzüge dürften über diese veraltete Technologie nicht mehr verfügen – der hier schon.
Ich stieg also in den Aufzug, drückte auf Ausgang und fuhr anstatt hinunter nach oben. Jemand der im Penthouse wohnt, hatte ihn offensichtlich angefordert. Die Tür ging mit einem leisen Pling auf und ich starrte in das verdutzte Gesicht meines Nachbarn. Für den Bruchteil einer Sekunde meinte ich, ein Lächeln in seinem Mundwinkel zucken zu sehen.
Er sah verdammt gut aus in seinem silbergrauen Anzug, der in Kombination zu seinen stahlblauen Augen hervorragend gewählt schien. Eines war klar: Dieser Mann nahm einen persönlichen Einkaufsberater in Anspruch, denn alles, was er trägt, ist offenkundig nicht von der Stange. Kein Heteromann verfügt über einen so erlesenen Geschmack, höchstens er ist verheiratet, was ich in seinem Fall ausschloss. Ich versuchte es mit einem lockeren »Hallo, du wohnst hier?«
Eine Antwort erhielt ich jedoch nicht. Als sich die Tür schloss, drehte er mir sofort den Rücken zu. Mit Ablehnung kann ich nicht wirklich gut umgehen, also folgte ich meinem Bauchgefühl und stoppte den Aufzug – nun musste er mir zuhören, ob er wollte oder nicht!
»Ist das dein Ernst?«, wollte ich wissen. Mein Herz hämmerte wild wie ein Presslufthammer gegen meine Brust und ich spürte Blut meine Wangen fluten. Fuck! Ich hasste es, wenn meine souveräne Fassade bröckelt, wenn ich darüber hinaus nur einen Jogginganzug anhatte. Der Klassiker? Klischee und so weiter? Von wegen! Dem Klischee nach hätte ich Beine bis zum Kinn, einen Rock unterhalb der Schamesgrenze und High-Heels anhaben müssen. Aber das hier zeigte das reale Leben und keine Soap. Denn die Realität ist nun mal kein Hochglanzmagazin und ich sehe ungeschminkt so wie jede normale Frau blass aus, habe Pickelchen am Kinn, dunkle Augenringe von der kurzen Nacht und es hingen Reste der nicht vollständig abgeschminkten Mascara in meinem Gesicht. Ich wollte joggen und nicht auf eine Party. Er hatte mich schon sehr oft in meinem Freizeitlook gesehen und, was soll ich sagen? Manche Männer hätten mich keines Blickes gewürdigt – dieser hier hatte mich regelrecht gestalkt und dann in seine Kreise geholt. Was bewies, dass ich etwas ausstrahle, das ihn anzog und es keinen Sinn ergab, dass er mir jetzt die kalte Schulter zeigte. Langsam drehte er sich zu mir, ohne mich jedoch anzusehen.
»Du solltest dich ein wenig zusammenreißen, was glaubst du, wen du vor dir hast?«
Seine Augen wanderten langsam von meinen verdreckten Turnschuhen über die schlampige Trainingshose zu meinem Shirt und verharrten auf Brusthöhe, wo sich mein üppiger Busen darunter abzeichnete. Er mochte meine körperlichen Attribute, daraus hatte er keinen Hehl gemacht. Ich versuchte seinen Blick mit meinem aufzufangen, was er jedoch nicht zuließ.
»Ich wollte dir mitteilen, dass ich durchaus gewillt bin…«, wollte ich ihm erklären, doch er unterbrach mich unsanft; seine Hand schnellte im selben Augenblick hoch zu meinem Hals und drückte mir die Kehle zu und drängte mich mit voller Wucht gegen die verspiegelte Rückwand des Aufzugs. Ich stürzte beinahe und sah schon vor mir, wie sich Glassplitter des, von der Wucht des Aufpralls geborstenen Spiegels, in meinen Rücken bohrten. Doch so weit kam es dann doch nicht. Er verhinderte es. Sein Mund näherte sich meinem Ohr und ich hyperventilierte fast, keine Ahnung ob vor Schmerz, vor Angst oder gar durch die unerhörte Begebenheit selbst. Alles ging so verdammt schnell. Er flüsterte mir leise zu und ich spüre die feuchte Wärme, die sich in meiner Ohrmuschel niederschlug. Automatisch hielt ich meine Augen geschlossen, als er mich bat, ihm gut zuzuhören:
»Du sprichst mich nie wieder unaufgefordert an. Wenn ich dich ansehe, senkst du deinen Blick, wenn wir im Treppenhaus aneinander vorüberlaufen, wartest du meinen Gruß ab – sollte ich dich wider Erwarten nicht grüßen, lässt du deinen Blick gesenkt und siehst mir nicht nach. Bin ich in Begleitung, werde ich dir keine Aufmerksamkeit schenken. Also senkst du deinen Blick, siehst mir nicht nach und gehst deiner Wege. Wenn ich dich anspreche, senkst du was? Richtig! Deinen Blick und hebst ihn erst wieder, wenn ich es fordere. Hast du begriffen, was ich sage?«
Verstanden hatte ich jedes Wort. Nur nicht kapiert. Was soll das alles? Die Grobheit würde ihre Spuren hinterlassen, so viel stand fest. Ich schluckte und spürte die Quetschung an meinem Kehlkopf deutlich. Er gestattete mir dann zu sprechen. Dafür gab er mich frei, richtete sich vor mir auf und strich die Ärmel seines Anzuges glatt. Dann fuhr seine Hand unter mein Kinn und hob meinen Kopf, sodass wir uns in die Augen sehen konnten. Auf einmal lag da etwas Sanftes in seinem Blick, das zu dieser Situation nicht passte, mich jedoch völlig für ihn einnahm.



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