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Karin Baumann
Geschrieben von  Mandy Schur Mandy Schur Geschrieben,  27-09-2017 11:46 27-09-2017 11:46 86  Gelesen 86 Gelesen
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"Über den Dächern von Berlin" Eine SM-Erotikgeschichte von Karin Baumann.



Jung und naiv träumt Clara von einem Leben in der großen Stadt. Ihr erster Job scheint sie diesem Traum näher zu bringen. Doch dann überlässt sie ihr neuer Chef einfach so den Händen des genialen, aber exzentrischen Bildhauer Elias Winter. Einem Mann, hinter dessen perfekter Fassade weit mehr lauert, als es auf den ersten Blick scheint.
Rasch verliert sich Clara in einem Strudel aus fesselnder Macht, männlicher Dominanz und Gefühlen, die sie eigentlich nicht haben sollte. Elias versteht es, die unerfahrene Clara an ihr Limit zu führen und entfesselt damit auch ihre in der Vergangenheit verborgenen Ängste.



Leseprobe:



Endlich! Endlich war ich angekommen. Ich hatte nach Berlin gewollt. Eigentlich gleich nach der Schule und in dieser Stadt studieren. Aber das hatten meine Eltern mir nicht erlaubt. Jetzt fing ich hier meinen ersten Job an und sie konnten nichts mehr dagegen tun. Ja, ja, natürlich gab es Vorhaltungen ... Gefährlich für eine Frau allein und so weiter. Egal, jetzt genoss ich es erst mal. Ich hatte eine kleine Wohnung am Stadtrand gefunden, günstig im Preis und man war schnell in der City. Einfach optimal.
Ich saß gerade in einem Café. Eines dieser schnuckeligen Kleinen mitten in einem der sogenannten Szenebezirke. Ein buntes Treiben um mich herum. Ich hatte noch eine halbe Stunde, dann müsste ich in der Galerie sein. Mein erster Job in der Berliner Kunstwelt. Ich hoffte, dass ich dafür gut genug war. So saß ich hier und träumte vor mich hin. Plötzlich fragte mich jemand, ob der Platz noch frei wäre. Eine angenehme Stimme, die mich trotzdem erschaudern ließ. Ich sah nicht auf, aber nickte kurz. Ich würde sowieso nicht mehr lange bleiben. Also ja, sollte die Stimme sich eben setzen. Aber so war es dann doch nicht. Ich merkte sofort, wie ich taxiert wurde. Unangenehm? Nein, eigentlich nicht, irgendwie hatte ich das Gefühl, dass hier etwas passierte. Wie seltsam. Und dann wieder diese Stimme: »Finden Sie nicht, dass es höflich wäre sich wenigstens einmal anzusehen, wenn man gemeinsam an einem Tisch sitzt?« Oh man, was sollte das? Autorität hatte ich zu Hause schon genug, mein Vater war der Inbegriff selbiger. Und trotzdem musste ich dieser netten Aufforderung Folge leisten ... Danke für meine Erziehung. Der Blick, der mich dann traf, ja was sollte ich sagen, der traf mich tatsächlich. Graue Augen, die leicht bläulich schimmerten, ein Grinsen im Gesicht. Ich hatte das Gefühl, meine Stimme würde mir nicht gehorchen. Denn eigentlich wollte ich ihm sagen, dass ich in Ruhe gelassen werden wollte ... Keine Chance. Ich war völlig in seinem Bann. Das durfte doch nicht wahr sein!

Wie gut, dass ich jetzt losmusste. Also Clara einmal anschauen und dann nichts wie weg. Ich sah ihn also an und konnte mir nicht verkneifen ihm zu antworten: »Ja, sicher könnte man sich auch anschauen, muss man aber nicht!« Na prima, noch unmöglicher hätte ich jetzt wohl nicht sein können. Meine große Klappe wieder. Wir würden uns aber wahrscheinlich nicht wieder begegnen, also was sollte es? Und damit war ich auch schon weg.
Die Galerie war gleich um die Ecke und ich war wie üblich etwas zu früh da. Der Besitzer und damit mein jetziger Chef wartete schon auf mich. Er wirkte auf mich irgendwie, schwer zu beschreiben, sagen wir unnahbar. Sehr höflich und trotzdem hatte man keinen Zweifel, wer hier das Sagen hatte. Er gab mir die Hand und warf mich dann quasi ins kalte Wasser: »Guten Tag, Clara, und herzlich willkommen bei uns. Schön, dass Sie pünktlich sind, denn Ihr erster Kunde wird gleich hier sein. Ein etwas schwieriger Künstler, den ich gern für uns gewinnen möchte. Ihn zu überzeugen wird Ihre Aufgabe werden.« Ok, tief durchatmen, so schwierig konnte das nun auch nicht sein. Genau, irren war menschlich und dann gab es noch den Spruch, ›Man sieht sich immer zweimal im Leben‹. Das trifft übrigens zu, wie ich in dem Moment merkte, denn die Tür öffnete sich in diesem Augenblick. Natürlich, bei meinem Glück kam der Typ aus dem Café in die Galerie. Ich überlegte, wie ich in den Betonboden ein Loch bekommen könnte, um darin zu versinken. Da stand er schon direkt vor mir. Dieses Grinsen würde ich wohl ertragen müssen, also schön freundlich einen ›Guten Tag‹ gewünscht. Dabei hatte ich das Gefühl, er hielt meine ihm angebotene Hand viel zu lange fest. Und musste er mit seinen Fingern dabei über meinen Handrücken streicheln? Mein neuer Chef stellte uns einander vor: »Clara, das ist Elias Winter. Ein sehr vielversprechender Bildhauer und wir wären stolz ihn vertreten zu dürfen. Elias, ich hoffe, ihr werdet gut zusammenarbeiten. Ich habe für heute Abend einen Tisch bei Leonardo
reserviert, da könnt ihr euch erst einmal kennenlernen.« Gut, meine Gesichtszüge entgleisten in dem Moment. Ein Abendessen, sein Ernst? Elias Winter schaute fragend in mein Gesicht. Was? War ich ein offenes Buch? Er schaute meinen Chef an: »Sebastian, ich glaube deiner neuen Angestellten ist es unangenehm, mit mir zu Abend zu essen.« Ups, wie peinlich, also doch ein offenes Buch. Jetzt schnell Krönchen richten und Situation retten. »Herr Winter, es ist mir natürlich nicht unangenehm, ich war nur zugegebenermaßen etwas überrascht. Ich hatte nicht damit gerechnet außerhalb der Geschäftszeiten arbeiten zu müssen. Das ist aber natürlich kein Problem.« So, Situation gerettet, aber er schaute immer noch fragend direkt in mein Gesicht. »Gut, dann steht unser Termin. Wir sehen uns heute Abend um Acht. Ich hole Sie hier in der Galerie ab.« Sprach er aus und war auch schon wieder verschwunden. Mein Chef taxierte mich förmlich: »Ist das Abendessen für Sie wirklich kein Problem?
Ich weiß, ich habe Sie damit etwas überfallen.« »Ja, natürlich ist das kein Problem, ich müsste nur vorher nach Hause mir etwas Entsprechendes anziehen.« »Ich zeige Ihnen jetzt den Laden und danach fahre ich Sie nach Hause.« Ich überlegte einen Augenblick, aber ich dachte, das wäre so in Ordnung. Also nickte ich kurz und setzte wieder mein schönstes Lächeln auf. Der Nachmittag verging wie im Flug. In der Galerie gab es wundervolle Bilder und Skulpturen. Ich fühlte mich tatsächlich sehr wohl. Ein Verkaufsgespräch hatte ich bereits. Ein Geschäftsführer, von der Firma hatte ich noch nie etwas gehört, suchte etwas Passendes für seine Geschäftsräume. So hatte ich bereits am ersten Tag Gewinn gebracht und war zugegebenermaßen sehr zufrieden mit mir.

Mein Chef kam rein: »Clara, wir müssen jetzt los. Kommen Sie bitte.« Wir verließen gemeinsam die Galerie und gingen zu seinem Auto. Ja genau, ein Auto, und was für eines: Ein weißer Porsche, mein Mädchentraum und das sah man mir wohl an. Mein Chef hielt mir die Tür auf und ich konnte einsteigen. Die ganze Fahrt über bekam ich mein Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Bei mir angekommen fragte ich, ob er schnell mit reinkommen möchte. Ich sah sein Zögern, aber er lehnte ab. Ich beeilte mich, schnell duschen, neues Make-Up und rein in das kleine Schwarze. Kurzer Blick in den Spiegel: Ja, alles gut. Und schnell wieder zum Auto. Er stand gegen das Auto gelehnt und zum ersten Mal heute nahm ich wahr wie gut er aussah. Mussten die Hormone sein … Er Chef, ich Angestellte … Reiß dich mal zusammen! Er hatte ein tolles Lächeln, hielt mir wieder die Tür auf und ließ mich einsteigen. Er beugte sich dann herunter, sah mich direkt an und sagte: »Sie sehen bezaubernd aus, Clara.« Und das mit einem Tremolo in der Stimme, dass mir heiß und kalt wurde. Wir fuhren wieder zur Galerie zurück, er ließ mich aussteigen und sah mich an mit einem Blick, den ich überhaupt nicht zuordnen konnte. So etwas wie Angst? Ach, was ich mir da wieder einbildete. Elias Winter stand bereits vor der Galerie und nahm meine Hand erneut in Beschlag.



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